Wer Intelligenz kauft, bezahlt zweimal

Verantwortung · · Lennart Schulz

Der Wirtschaftsnobelpreisträger Kenneth Arrow beschrieb einst ein Dilemma, das jeder kennt, der schon einmal Wissen verkaufen wollte: Der Käufer weiß erst, was die Information wert ist, wenn er sie kennt – und dann hat er sie schon. Der Verkäufer verschenkt sein Wissen fast, nur um es anbieten zu können. Die Lösung dafür heißt seit über hundert Jahren: Patent. Eine Erfindung darf offengelegt werden, ohne dass sie dem Erfinder weggenommen werden kann.

Mit Künstlicher Intelligenz steht dieses alte Dilemma plötzlich auf dem Kopf. Heute ist es nicht der Verkäufer, der sein Wissen preis gibt, sondern der Käufer.

Eine KI ist zunächst ein sehr belesener, aber völlig fremder Mitarbeiter. Sie weiß viel über die Welt und nichts über das Unternehmen. Damit sie nützlich wird, muss sie eingearbeitet werden: Dokumente hochladen, Fragen stellen, falsche Antworten korrigieren, erklären, was bei „gut" bedeutet. Je besser die KI arbeiten soll, desto mehr Betriebswissen muss gefüttert werden.

Und genau hier liegt das Problem: Denn dieses Wissen – wie die Firma arbeitet, was die Kunden brauchen, woran Qualität gemessen wird – ist das Wertvollste, eines Unternehmens. Es ist das Einzige, was ein Wettbewerber nicht kaufen kann. Bei vielen KI-Anbietern fließt es still nach draußen: Jede Frage, jedes Dokument, jede Korrektur landet auf fremden Rechnern, unter fremden Bedingungen. Manche Anbieter behalten sich sogar vor, mit diesen Daten ihre eigene Technik zu verbessern. Es wird zweimal bezahlt – einmal mit Geld, und einmal mit dem Wissen, das das Unternehmen einzigartig macht.

Kontrolle durch eine eigene Wissensbasis

Für Arrows Paradox gab es das Patent. Für dieses umgekehrte Paradox braucht es ein Gegenstück: die Sicherheit, eine KI nutzen zu können, ohne dass etwas hängen bleibt.

Bei Lexikara liegen Handbücher, Richtlinien und weitere interne Quellen in einer eigenen Wissensbasis. Die Verarbeitung erfolgt ausschließlich in Frankfurt am Main nach europäischem Datenschutzrecht. Für eine konkrete Anfrage erhält das gewählte KI-Modell nur die benötigten Inhalte.

Lexikara nutzt das Prinzip der Zero Data Retention. Lexikara und die angebundenen Modellanbieter speichern die übermittelten Inhalte nach eigenen Angaben nicht und verwenden sie nicht zum Training ihrer Modelle.

Austauschbare KI-Modelle

Die Wissensbasis ist technisch von den KI-Modellen getrennt. Unternehmen können verschiedene Modelle verwenden und austauschen. Bei einer Änderung der Preise, Bedingungen oder Verfügbarkeit eines Anbieters bleibt die aufbereitete Wissensbasis erhalten.

Fazit

Bei der Auswahl einer KI-Lösung zählt neben der Antwortqualität die Kontrolle über das Betriebswissen. Eine getrennte Wissensbasis und austauschbare Modelle sichern diese Kontrolle. Neue Modelle können genutzt werden, ohne die über Jahre aufgebaute Wissensstruktur neu anzulegen. Das Unternehmen behält seine Quellen, Zugriffsrechte und Arbeitsabläufe.

Bereit, dein Unternehmenswissen zu transformieren?